Girokonto

Ein Girokonto wird häufig auch Sichtkonto genannt. Es handelt sich um ein für Bankkunden geführtes Kontokorrentkonto, welches für die Abwicklung des gesamten Zahlungsverkehrs verwendet wird. Die Zahlungen werden immer zu Lasten oder zu Gunsten des Girokontos gebucht.

Rechtliche Grundlagen des Girokontos

Ein Girokonto wird rein rechtlich immer als Kontokorrentkonto angesehen. Es handelt sich um eine Konto nach §355 HGB mit einem täglichen Saldo. Dieses Saldo steht immer einem der beiden beteiligten Parteien zu. Eine der beiden Parteien muss mindestens ein Kaufmann sein. Dieses Kriterium wird meistens vom Kreditinstitut erfüllt, da sie ein Handelsgewerbe betreiben. Seit Oktober 2009 gelten die geänderten Vorschriften zum Girovertrag. Das Girokonto ist ein zentraler Bestandteil eines Girovertrages. Das Kreditinstitut ist verpflichtet, für den Kunden ein Konto einzurichten, die eingehenden Zahlungen dem Konto zuzuweisen und alle Aufträge wie zum Beispiel Überweisungen über das Bankkonto abzuwickeln.

Vor- und Nachteile eines Girokontos

Ein Girokonto ist bei vielen Menschen sehr beliebt. Der größte Vorteil dieser Kontoart ist die Flexibilität. Mit einem Girokonto können auf die unterschiedlichste Art und Weise bargeldloses Geld gesendet und empfangen werden. Das kann mit Hilfe eines klassischen Überweisungsträgers aus Papier, per Fax, per Telefon, durch Anweisung am Bankschalter oder online durch den heimischen Computer passieren. In der heutigen Zeit lassen sich viele Bankgeschäfte bequem online über das Smartphone oder über ein Tablet PC abwickeln.

Bargeldloses Bezahlen

Mit einer Girokarte kann EU-weit kostenlos Bargeld bezogen werden. Durch die Nutzung einer Kreditkarte, hat jeder Kunde die Möglichkeit, weltweit günstig Geld am Automaten abzuheben. Zusätzlich ist sehr vorteilhaft, dass die Führung des Girokonto kostenlos ist. Das ist besonders bei Studenten, Auszubildenden und Kindern der Fall. Girokonten von Kindern können nur als Guthabenkonto geführt werden. Bei einigen Banken ist ein Mindesgeldeingang nötig, damit keine Gebühren berechnet werden. Viele kostenlose Konten sind unter den Direktbanken zu finden. Viele negative Punkte gibt es bei einem Girokonto nicht. Sie sind häufig nur in den Vertragsdetails zu finden. Oftmals sind die hohen Gebühren bei einer Geldabhebung im Ausland oder an Bankautomaten einer Fremdbank sehr ärgerlich. Wenn zu viele Überweisungen getätigt werden oder die Kontoauszüge über den Postweg versendet werden, fallen ebenfalls hohe Gebühren an. Für die Giro- und Kreditkarten dürfen von einer Bank Jahres- und Grundgebühren berechnet werden.

Ein Girokonto ist kein Sparkonto

Hohe Dispozinsen sollten vermieden werden. Wird ein Girokonto überzogen, dann fallen hohe Zinsen an. Kann der Dispokredit nicht schnell wieder ausgeglichen werden, dann sollte er in einen Ratenkredit umgewandelt werden, um Geld zu sparen. Als Geldanlage ist ein Girokonto nicht geeignet. Hierfür stehen dem Kunden bei einem Girokonto meistens keine Guthabenzinsen zur Verfügung. Eine bessere Alternative wäre im Bereich des Sparens ein Tagesgeldkonto oder ein Festgeldkonto.